Johannes Herrmann Gesamt-Fünfter bei erster Tour de Allgäu

Rad-Union Wangen auf Rang Drei in der Mannschaftswertung

Die Premiere der Tour de Allgäu war für die Veranstalter des RC Allgäu und der Concordia Burggen sowie das Team der Rad-Union Wangen ein voller Erfolg. Die dreitätige Miniausgabe der Tour de France bestand aus einem Bergzeitfahren und zwei rund 120 Kilometer langen Etappen.

Die grünen Wiesen des Ostallgäu waren zeitweise schneebedeckt und mit dem starken Wind war ein dicker Pelz die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme.

Am Freitagnachmittag stand zunächst ein Bergzeitfahren aus dem Kirchnachtal hinauf nach Schweinlang bei Kraftsried an. Auf den zwei Kilometern mussten die Starter gegen den Wind ankämpfen, was die 80 Höhenmeter mit ihren maximal 14 Prozent Steigung erst richtig schwer machte.

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Straßenrennen wird zu Wintersportveranstaltung

Rad-Union Wangen bei widrigsten Bedingungen in Zusmarshausen gut dabei

Was haben Sie, geschätzter Leser, am Sonntagvormittag gemacht? Ausgeschlafen? Ausgiebig gefrühstückt? Wohnung aufgeräumt? Den Kindern bei den Hausaufgaben geholfen? Gottesdienst? Was auch immer, Sie werden wahrscheinlich versucht haben, so wenig Zeit wie möglich unter freiem Himmel zu verbringen, denn das Wetter war – scheußlich.

Unter eben jener Wetterlage – -1°C bei leichtem Schneefall – haben die Radsportler der Rad-Union Wangen am 47. Schwarzbräu-Straßenpreis in Zusmarshausen teilgenommen. Um 9:00 zeigte das Thermometer -3,4°C und einzelne Schneeflocken irrten in Mitten der 120 Radsportler umher, die sich an der Startlinie zum Eliterennen eingefunden hatten. Als sich das Fahrerfeld in Bewegung setzte, um die vier Runden à 27 Kilometer unter die Reifen zu nehmen, stützte wie zum Hohn eine Dachlawine auf die Rennstrecke.

Davon unbeeindruckt machten sie die Wangener daran, ihre Rennstrategie umzusetzen: Die erste Runde rollten sie defensiv mit, besetzen Spitzengruppen, attackieren aber nie selbst. Eingangs der zweiten Runde wechselten sie in die Offensive, indem Johannes Herrmann, Sieger in Backnang letzte Woche, beherzt antrat. Gleich nachdem er eingeholt wurde, folgte Peter Clauß einer Beschleunigung des Österreichers Daniel Lehner vom Team Felbermayr Simplon Wels, woraufhin sich eine acht-köpfige Spitzengruppe bildete.

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Johannes Herrmann gewinnt in Backnang-Waldrems

Schwarzenberger fährt mit überlegener Form und starkem Team der Rad-Union Wangen zum Sieg

92 km, 1400 Höhenmeter, verteilt auf 40 Runden. So lauteten die Eckdaten des zweiten Radrennens der Saison, an dem das Elite-Team der Rad-Union Wangen teilgenommen haben. Kein Kinderspiel also. Entsprechend defensiv war die Taktik zunächst abgestimmt: „Wir wollten auf den ersten 20 km nur mitgehen, wenn Attacken gehen. Wenn sich bei Kilometer 20 noch keine Spitzengruppe etabliert hätte, wären wir selbst in die Offensive gegangen.“ Erklärte Herrmann nach dem Rennen.

Foto: Franziska Aylin /FS-Sportphotography

Dich es kam anders: Herrmann folgte einer Attacke nach 14 km und setzte sich mit zwei anderen Fahrern ab. Das Peloton lies das Trio gewähren. So wuchs der Vorsprung schnell an.
Schließlich – bedingt durch die Kürze der Runde – stand die Spitzengruppe kurz davor das Peloton zu überrunden. Jetzt oder nie, dachte sich Herrmann und lies seine Begleiter kurzer Hand stehen. So vollzog er allein die Überrundung der Hauptfeldes, wo seine fünf Teamkollegen – Marco Barke, Dennis Claßen, Levi Meßmer, Roland Rädler und Peter Clauß – sofort dazu übergingen das Tempo zu forcieren um die beiden übrigen Mitglieder der Spitzengruppe davon abzuhalten, ebenso das Feld zu überrunden.
Dazu Clauß: „Das war richtig gut: wir sechs von vorn, unsere neue Rennkleidung in der Frühlingssonne und auf dem Weg das Radrennen zu gewinnen.“
Aber bis dahin war es noch ein langer Weg, schließlich standen noch 16 Runden auf der Anzeigetafel.
Nachdem die beiden Ausreißer gestellt waren, folgten einige Attacken mit dem Ziel eine neue Spitzengruppe zu bilden. Und tatsächlich gelang es fünf Fahren sich auf den letzen 12 Kilometern noch einmal abzusetzen.
Mit Herrmann als sicherem Sieger versuchten die Wangener ihren Sprinter, Marco Barke, gut zu positionieren um Platz sieben zu sichern. Er wurde schließlich Zehnter.
Eine besondere Ehre wurde Barke, Herrmann und Meßmer nach dem Rennen zu teil: die drei wurden aufgrund des Siegs, bzw. ihrer starken Leistungen für die Anti-Dopingkontrolle ausgewählt. Für Meßmer war es das erste Mal: „ja, das Wasserlassen unter – direkter – Aufsicht war nicht ganz einfach. Zumal man nach einem Radrennen ja auch etwas dehydriert ist.“ So verzögerte sich die Heimreise des Wangener Busses etwas. Bei Erscheinen dieses Artikels sollten sie aber heinkehrt sein.

Foto: Franziska Aylin /FS-Sportphotography

Eine längere Heimreise hatte Teammitglied Oliver Mattheis. Aufgrund familiärer Bindungen in die Region startete er im österreichischen Leonding bei Linz beim ersten Rennen der österreichischen Bundesliga-Serie. Er beendete das vorzüglich besetzte, 154 Kilometer lange und recht bergige Radrennen auf einem starken 26sten Platz.

Nächste Woche starten die Wangener beim Klassiker in Zusamarshausen. Der Wetterbericht verspricht eisige Temperaturen, vielleicht sogar Niederschlag. Herausfordernde Bedingungen also.

Erster Sieg und Podestplätze für die Rad-Union

Das Elite Team der Rad Union Wangen startete am Sonntag in Gaienhofen am Bodensee beim ersten
Rennen der Saison. Mit an Bord war Simon Peters, seines Zeichens amtierender Württembergischer
Meister, der in der Klasse U13 startete. Dieser wurde seiner Favoritenrolle gerecht und hängte nicht
nur einige U15 Fahrer ab, sondern gewann auch in seiner eigenen Klasse.

Anschließend startete das Elite-Amateur Team mit 6 Mann. Mit einer Startattacke des ehemaligen
RUW Fahrers Silias Motzkus wurde das Rennen direkt schnell. Noch schneller wurde es als Johannes
Herrmann diese Attacke verlängerte. So stand nach bereits wenigen Kilometern die Gruppe des
Tages mit Motzkus und Herrmann. Dahinter im Feld versuchte das RUW Elite Team weitere Fahrer
nach vorne zu bringen was mit Marco Barke und dem Neuzugang Olli Matthais auch fast gelungen
wäre. Letztendlich musste sich Herrmann dem sprintstärkeren Motzkus geschlagen geben und sich
mit Rad 2. begnügen. Dahinter sprintete Neuling Olli Matthias aus der Gruppe auf Rang 3 und
vervollständigte das Podium.


„Alles in Allem ein sehr erfolgreicher Saisoneinstieg. Silias war der Stärkste und hat verdient
gewonnen.“ gab Herrmann nach dem Rennen zu Protokoll.